Detox Juice Cleanse II – Es geht los! Vier Tage saftfasten.

Ablauf Juice Cleanse

Wie läuft so eine Saftkur eigentlich ab?

  1. Du überlegst dir wie lange du fasten möchtest. Gängige Konzepte sind 1, 3, 5 oder 7 Tage. Natürlich gibt es auch die hardcore ultra Saftfaster, die es zwei Wochen durchziehen. Je nachdem wie erfahren du im Fasten bist und wie deine aktuelle Lebenssituation aussieht (wie viele Tage kannst du entspannt in deinen Alltag einbauen ohne, dass du alles umstellen musst?! Wie gestresst bist du aktuell und wie leicht fällt es dir, dich auf solch eine Kurs einzulassen?!), entscheidest du dich für deine Lieblingsvariante.
  2. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, dann bereite deinen Körper 1-2 Tage vor dem Kurstart schon auf das vor was ihn erwartet. Das heißt konkret: Leichte Kost, Suppen und viel Trinken. So ist die Umstellung von einem auf den anderen Tag nicht so hart und gegebenenfalls auch das Hungergefühl nicht so stark.
  3. Erlaubt sind die frisch gemachten Säfte plus so viel Wasser und ungesüßte Tees wie du möchtest. Da es um einen innerlichen Reinigungsprozess geht, solltest du mind. 2l Wasser und/oder Tees zusätzlich zu den Säften zu dir nehmen. So wird die Niere in Gang gehalten und der Detoxprozess unterstützt.
  4. Du machst dir 6 x je 500ml Saft pro Tag. Diese trinkst du optimalerweise zwischen 8 und 18 Uhr im Zweistundentakt. Achte darauf, dass du sie nicht in dich hineinschüttest, sondern in kleinen Schlucken genussvoll trinkst. Ähnlich wie bei den „kaufbaren“ Saftkuren kannst du auch bei der DIY Variante einen Saft mit einer Dattel-Nuss-Milch ersetzen. Diese ist vollmundiger und nahrhafter als die reinen Gemüse-/Obstsäfte und hilft dir über den Tag, wenn du beispielsweise ein extremes Hungergefühl verspürst.
  5. Als Tee eignet sich sehr gut grüner Tee. Seine Inhaltsstoffe unterstützen den Reinigungsprozess hervorragend und er entwässert nochmal zusätzlich. Aber keine Sorge, wenn dir grüner Tee nicht schmeckt: Es sind alle Arten von ungesüssten Tees erlaubt!
  6. Um den Magen morgens optimal auf den Tag vorzubereiten und das Verdauungssystem in Gang zu halten, empfehle ich dir ein großes Glas warmes Wasser mit einer halben ausgepressten Zitrone zu trinken. So startest du gut in deine Fastentage.

…und wie war das jetzt bei mir?

Ich startete Montag mit warmem Zitronenwasser und dem ersten Saft. Dazu machte ich mir grünen Tee und stellte die Wasserflasche bereit. Bereits am ersten Tag merkte ich zum einen, dass die Menge von 500ml Saft alle zwei Stunden ganz schön viel ist und zum anderen, dass mein Hungergefühl kaum vorhanden war. Ganz im Gegenteil zu dem was ich erwartet hatte. Auch mein normales Tagesprogramm zog ich durch. Mit dem Rad einkaufen fahren, Yogastunden halten, an meiner Selbstständigkeit arbeiten, mich mit Freunden treffen (diesmal eben nur auf einen Tee statt ein Stück Kuchen 😉 ),… Alles war ganz normal möglich.

Am dritten Tag hatte ich allerdings das Gefühl, dass alles etwas langsamer ging als sonst und ich gerne etwas zum Beißen hätte. Gar nichtmal Nudeln mit Tomatensosse oder ein Käsebrot. Ein Stück Paprika oder Gurke wären schon ok gewesen… Ich wusste, dass es nicht mehr allzu lang zum Ziel von vier Tagen war und deshalb zog ich es durch. Ich widerstand den Versuchungen und schaffte die vier Tage.

Was passiert von innen?

Ich hatte mir vorgenommen nicht nur zu spüren wie viel physische Nahrung mein Körper benötigt bzw. mit wie wenig er sich zufrieden gibt, sondern eben auch dieses Reset zu nutzen um zu überlegen wie viel psychische Nahrung ist denn notwendig bzw. was ist das für mich überhaupt? Vier Tage sind natürlich reichlich wenig Zeit um sich trotz Alltags-Tohuwabohu zurückzuziehen und konzentriert darüber nachzudenken. Dennoch habe ich einmal mehr festgestellt, dass ich ein Mensch bin, für den Mitmenschen, zwischenmenschliche Interaktion, Empathie und Zuneigung sehr wichtig sind. Ich liebe es tiefgreifende Gespräche zu führen und brauche gleichzeitig manchmal eine Umarmung mehr als ein einziges gesprochenes Wort. Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen mich wieder öfter auf meine „nährenden Quellen“ also meine Familie und Freunde zu besinnen und sie häufiger für mich „anzuzapfen“. Das ist mir sehr wichtig und ich möchte diese „Seelennahrung“ nicht nur reduziert genießen, sondern in vollen Zügen!

2017-06-07T16:01:27+02:00

Leave A Comment